News Wirtschaftsprüfung


Externe handelsrechtliche Rechnungslegung im Insolvenzverfahren

19. Juli 2011 | 13:00

Nach Abstimmung mit dem Fachausschuss Recht (FAR) hat der Hauptfachausschuss des IDW (HFA) nach Überarbeitung am 10. Juni 2011 den IDW Rechnungslegungshinweis „Externe (handelsrechtliche) Rechnungslegung im Insolvenzverfahren“ (IDW RH HFA 1.012) veröffentlicht. Ziel der Verlautbarung ist eine zusammenfassende und systematisierte Darstellung der Anforderungen an die externe handelsrechtliche Rechnungslegung im Insolvenzverfahren. Adressaten der Verlautbarung sind nicht nur Wirtschaftsprüfer, sondern auch andere am Insolvenzverfahren Beteiligte, wie Insolvenzverwalter und Mitglieder des Gläubigerausschusses. Die Verlautbarung hebt die Pflicht zur Buchführung nach handelsrechtlichen Grundsätzen und zur jährlichen Bilanzaufstellung hervor. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens beginnt ein neues Geschäftsjahr mit der Verpflichtung zur Aufstellung der handelsrechtlichen Eröffnungsbilanz mit einem erläuternden Bericht. Ob das folgende Geschäftsjahr 12 Monate oder weniger umfasst, hängt davon ab, ob durch einfachen Gesellschafterbeschluss der ursprüngliche Geschäftsjahresrhythmus beibehalten wird. Bilanzierung und Bewertung in der Eröffnungsbilanz stimmt regelmäßig mit der Schlussbilanz der werbenden Gesellschaft überein. Während des Insolvenzverfahrens hat die Abkehr von der Going-Concern-Prämisse Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung. Mit Beendigung des Insolvenzverfahrens (Tag der Aufhebung oder Einstellung des Verfahrens) ist die handelsrechtliche Schlussbilanz (letzter Jahresabschluss) aufzustellen.
Die handelsrechtlichen Prüfungspflichten für den Jahresabschluss gelten auch während des Insolvenzverfahrens weiter. Die Bestellung des Abschlussprüfers erfolgt auf Antrag des Insolvenzverwalters durch das Registergericht; Befreiungstatbestände sind im Einzelfall zu prüfen. Die Offenlegungspflichten der handelsrechtlichen Abschlüsse sind entsprechend zu beachten.
Haben Sie Fragen oder sind Sie an Details interessiert? Dann sprechen Sie uns bitte an oder schicken uns einfach eine E-Mail.


Die GmbH-Gesellschafterliste nach MoMiG

28. Januar 2011 | 11:00

Durch das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) hat die Gesellschafterliste erheblich an Bedeutung gewonnen.
Jegliche Veränderungen in den Personen der Gesellschafter oder des Umfangs ihrer Beteiligung sind beim Handelsregister in einer aktuellen Gesellschafterliste einzureichen.
Nur noch derjenige Gesellschafter kann die Gesellschaftsrechte ausüben, den die beim Handelsregister eingereichte Liste als Gesellschafter ausweist. Dies ist für Veräußerungen sowie für Gewinnbezugsrechte maßgeblich.
Verantwortlich für die Richtigkeit der Gesellschafterlisten ist der Geschäftsführer, der auch bestehende Gesellschafterlisten durch Abruf im Internet prüfen sollte.


BilMoG: Keine Ausschüttung trotz Bilanzgewinn

28. Januar 2011 | 11:00

Bei Kapitalgesellschaften und der Kapitalgesellschaft & Co. KG darf ein Bilanzgewinn grundsätzlich ausgeschüttet werden, ohne dass hierdurch eine Haftung bzw. der Verlust der Haftungsbeschränkung droht. Es ergeben sich jedoch einige u.a. durch das BilMoG eingeführte Ausschüttungssperren. Diese sind insbesondere jetzt, im 1. Jahr nach Einführung des BilMoG, zu beachten.
Seit Inkrafttreten des BilMoG können selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie latente Steuern (u.a. Verlustvorträge) aktiviert werden. Wird von der Aktivierungsmöglichkeit Gebrauch gemacht, wirkt sich sich dies positiv auf das ausgewiesene Eigenkapital und den im entsprechenden Jahr entstehenden Bilanzgewinn aus. Aufgrund der Bewertungsschwierigkeiten und Missbrauchsmöglichkeiten hielt es der Gesetzgeber aber für notwendig, eine Gewinnausschüttung zu verhindern, soweit diese nur auf der Aktivierung beruht. Mangels bilanzieller Gegenpositionen wurde dies als Ausschüttungsverbot in § 268 Abs. 8 HGB verankert.


BilMoG: Steuerliche Rücklagen im Jahr 2010 in der Handels- und Steuerbilanz

28. Januar 2011 | 10:00

Wenn keine frühzeitige Anwendung der neuen Fassung des Handelsrechts vorgenommen wurde, so sind steuerliche Rücklagen im ersten Geschäftsjahr nach BilMoG in der Handelsbilanz nicht mehr ansatzfähig, da die umgekehrte Maßgeblichkeit (§§ 254, 279 Abs. 2 HGB a.F.) keine Gültigkeit mehr besitzt. Die §§ 254 und 279 Abs. 2 HGB a.F. sind letztmalig für Geschäftsjahre anwendbar, die bis zum 31.12.2009 enden. Bei frühzeitiger Erstanwendung darf die Bildung entsprechend früher nicht vorgenommen werden. Für bestehende steuerliche Rücklagen gilt ein Wahlrecht. Demnach dürfen die Posten zunächst beibehalten werden oder erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen überführt werden (Art. 67 Abs. 4 EGHGB). Im Fall der Beibehaltung gelten die alten Regelungen des Handelsrechts zur Auflösung weiter.


Mezzanine Finanzierung - Wie Sie Ihr Eigenkapital erhöhen

30. August 2010 | 10:00

Eine Brücke zwischen der Eigenkapitalbeteiligung und dem Kredit bieten hybride Finanzierungsformen. Sie werden auch Mezzanine Kapital genannt. Mezzanine Kapital hat für Unternehmer den großen Vorteil, dass ihre Anteile nicht verwässert werden – Sie bleiben Herr im Haus. Insbesondere beim Nachrangdarlehen haben die Kapitalgeber keinen Einfluss. Bei der stillen Beteiligung werden allerdings Zustimmungs- und Controllingrechte vertraglich vereinbart. Bei negativer Geschäftsentwicklung und bei Problemen mit der Bedienung des Kapitaldienstes (Zins und Tilgung) können sich allerdings die Rechte des Kapitalgebers zuungunsten der Altgesellschafter verändern. Bei Fragen und Ausgestaltungen in diesem Bereich helfen wir Ihnen gern weiter.


Gemischte Aufwendungen: Neues BMF-Schreiben

03. August 2010 | 16:00

Das Aufteilungs- und Abzugsverbot für gemischte Aufwendungen gilt nicht mehr. Mit einem Verwaltungserlass nimmt die Finanzverwaltung Stellung, wann eine Aufteilung gemischter Aufwendungen erfolgen kann.


Geringwertige Wirtschaftsgüter: neues Wahlrecht ab 2010

30. Juli 2010 | 13:00

Durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz wurde für geringwertige Wirtschaftsgüter ein neues Wahlrecht eingeführt. Informieren Sie sich über die daraus resultierenden Gestaltungsmöglichkeiten.


Gesetz zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums

20. Juni 2010 | 14:00

Die Verpflichtung zur Inventur ergibt sich aus den §§ 240 und 241a HGB sowie aus den §§ 140 und 141 AO. Nach diesen Vorschriften sind Jahresabschlüsse aufgrund jährlicher Bestandsaufnahmen zu erstellen. Eine Inventur ist danach nur erforderlich, wenn bilanziert wird. Die ordnungsgemäße Inventur ist eine Voraussetzung für die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung. Bei nicht ordnungsmäßiger Buchführung kann das Finanzamt den Gewinn teilweise oder vollständig schätzen.