EuGH-Urteil vom 15.07.2010 zum Vorsteuerabzug bei unzutreffenden Rechnungsangaben

In dem EuGH-Urteil ging es um die nachträgliche Berichtigung einer Rechnung hinsichtlich des Zeitpunkts der Leistungserbringung. Nach nationalem deutschen Recht kann der Vorsteuerabzug erst zu dem Zeitpunkt in Anspruch genommen werden, in dem die berichtigte Rechnung vorliegt. Der EuGH hat in dem Fall, in dem dem Finanzamt vor Erlass einer ablehnenden Entscheidung eine berichtigte Rechnung vorlag, den rückwirkenden Vorsteuerabzug genehmigt. Im Hinblick auf die oben genannte EuGH-Entscheidung stellt sich die Frage, ob an der Ansicht (keine Rückwirkung) in Deutschland weiter festgehalten werden kann.